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Mo. 13.00 - 18.00 Uhr, Di.-Fr. 10.00 - 18.00 Uhr, Sa. 10.00 - 14.00 Uhr |
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THE WHO: Zurück zu Premier!
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Mit dem Tod von Drummer Keith Moon (7.Sept.1978), nahm auch der Britische Hersteller Premier Abschied von der wohl geilsten Rockband aller Zeiten. Zwar spielte auch der unglückliche Moon-Nachfolger Kenney Jones noch eine kurze Zeit diese Marke, wechselte dann jedoch bald zu Yamaha.
Auch Simon Phillips, der Ende der 80er seinen Dienst antrat, und in der Gunst der Fans weit höher stand als Jones, bevorzugte Japanisches Equipment. Er musste sich zwischen The Who und Toto entscheiden (der Arme) und gab letzteren den Vorzug.
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| Keith Moon an seinem Red Sparkle Premier Kit mit den drei 14"x 8" (!) Toms |
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Seit 1996 steht Zak Starkey im Line up von The Who. Der Sohn von Beatles Drummer Ringo Starr (bürgerlich Richard Starkey), bekam als 12-jähriger seinen ersten Schlagzeug-Unterricht von Keith Moon. Und auch sein erstes Schlagzeug bekam er von diesem.
Natürlich ein Premier, was Zak später nicht abhielt zum Amerikanischen Hersteller DW abzuwandern. |
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| Keith Moon und der junge Zak Starkey |
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Nicht verwunderlich, da Drummer Britischer Rock Giganten auf der „Einkaufsliste" von Firmenchef John Good, ganz oben angesiedelt sind. So spielen zwischenzeitlich auch Mick Fleedwood, Ginger Baker, Nick Mason und Mitch Mitchell die Marke mit den runden Böckchen.
Leider hat Zak auch noch einen Job bei den Pop Gurus Oasis angenommen, so kam es, dass er den Termin des Live 8 nicht wahrnehmen konnte. So trommelte der Brite Steve White an seiner Stelle. Er und seine Premier Series (noch dazu in Red Sparkle) machten dabei eine gute Figur auf der Bühne.
Einem eingefleischten Fan schlägt bei dieser Kombination das Herz natürlich höher.
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| Kenney Jones, noch auf Premier |
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| Steve White an seinem Red Sparkle Premier |
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Ich wollte mit Randy spielen, Ozzy war im Paket mit drin….
Interview mit Tommy Aldridge (von Fritz Steger)
DH: Liest man deine Biographie so fällt auf dass du deine erste bekannte Band in der du gespielt hast nicht beim Namen nennst. Wie kommt das?
TA: Ich bin bei ihnen mit 17 Jahren eingestiegen, das sah für mich wie ein Hauptgewinn aus denn sie hatten einige Hits, jedenfalls in den Staaten. Jedoch hab ich schon bald gemerkt dass es mir nicht bei ihnen gefällt und nach einem halben Jahr wollte ich aussteigen….
DH: Und?
TA: Sie haben mich nicht gelassen, einfach nicht gelassen. Mir wurde gedroht, dass sie mir die Arme brechen wenn ich ginge. Ich war da noch ein Kind. Es hat dann fünf weitere Jahre gedauert bis ich endlich raus war. Das musst du dir mal reinziehen. Du wirst sicherlich verstehen, dass ich nicht scharf drauf bin für solche Leute Werbung auf meiner Seite zu machen.
DH: Du bist dann in der Pat Travers Band gelandet.
TA: Ja, Pat hatte gerade England den Rücken gekehrt und ist mit dem Bassisten Peter Cowling hier in Florida gelandet. (Sein Drummer Nicko Mc Brain ist ja bekanntlich in England geblieben). Das war eine super Zeit, die Musik war extrem Schlagzeug-lastig. Wir spielten als Power Trio und das war O.K. für mich da einige meiner Lieblingsbands wie The Cream und Jimi Hendrix auch als Trio spielten. Wir merkten jedoch bald, dass Pats Musik schwer in dieser Form umzusetzen war und so kam Pat Thrall zu dieser Band.
DH: Was ja unbestritten das erfolgreichste Line up der PTB war. Bei den Alben „Heat in the Street" und „Crash and Burn" hatte man den Eindruck ihr würdet jetzt den großen Durchbruch schaffen. Ihr hattet ja auch den ein oder anderen Hit, aber irgendwie hat es dann doch nicht geklappt.
TA: Zunächst einmal, was ist ein Hit? Ist ein Hit für dich ein Stück was du oft hörst, oder ein Stück, das du gerne hörst? Denk mal drüber nach! Aber natürlich hast du Recht aber es lag nicht nur an der Musik, sonder einige in der Band wie auch der Manager hatten Probleme mit Koks und „that fucks up everything". Ich selber habe das Zeug nie genommen. Ich hatte damals keine Festgage sondern eine prozentuale Beteiligung. Obwohl sich die Platten gut
verkauften und auch die Konzerte gut liefen gab es einfach keine Kohle. Ich habe den Manager dann zu Rede gestellt, und der hat erst mal nen Berg Koks auf den Tisch geschüttet. Ich hab dann gesagt:" listen man i don´t talk to you with this shit on the table..." Er hat sich kurz danach das Leben genommen und das wars dann. Pat Thrall ist dann auch gegangen. Pat Travers ruft mich regelmäßig jedes Jahr an dass wir die alte Band wieder zusammen bringen,
aber dann tut sich nichts.
DH: Du bist dann nach London gegangen.
TA: Ja ich wollte immer mal in London leben und das war die Gelegenheit. Ich arbeitete mit Gary Moore im Studio, wir machten auch eine kurze Tour. Rhandy Rhoads kam ab und zu vorbei und wir jammten. Er arbeitet gerade mit Ozzy an „Diary of a madman", und wir spielten die tunes im Studio. Rhandy und ich verstanden uns auf Anhieb. Ozzy hatte damals Lee Kerslake als Drummer, daher kamen wir nicht zusammen und ich ging zurück in die USA.
Kurz darauf klingelte das Telefon und Sharon (Osbourne, Ozzys Frau und Managerin) war am Apparat und sagte sie suche für Ozzy einen neuen Drummer und Rhandy hätte mich empfohlen. Ich wollte mit Rhandy spielen und Ozzy war im Paket mit drin. …
Darauf begann die Abenteuerreichste Zeit in meinem Leben. Es war so als lebte ich das „Diary of a madman".
Als Rahndy starb war das Feuer aus. Wir glaubten dass wir einen Ersatz finden könnten aber heute wissen wir, dass es Menschen gibt die unersetzlich sind. Siehe John Bonham….
DH: Oder Keith Moon…..
TA: Ja das ist ein gutes Beispiel, alle die ihn zu ersetzen versuchten, auch Simon Phillips, haben sich nur selber geschadet, obwohl sie alle technisch Keith wohl überlegen waren.
DH: Was sagst du dazu, dass Ozzy die Drum und Bass- Tracks von „Blizzard of Ozz" und „Diary of a madman" von Mike Bordin und Robert Trujillo hat überspielen lassen.
TA: Das ist so ein Schwachsinn und ich kann auch nicht verstehen wie sich Mike für so einen Scheiß hat hergeben können. Sowas macht man einfach nicht. Abgesehen davon geht auch die ganze Magie flöten, Rhandy hat einen unheimlich inspirieren können besser zu spielen als man eigentlich konnte. Lee hat sehr gut auf diesen Alben getrommelt, das kann man doch nicht einfach löschen.
Ich bin damals bereits gefragt worden ob ich es machen würde. Ich war da noch in London und kannte sämtliche Lieder ja von den Sessions mir Rhandy. Eines Tages bestellte mich Don (Arden, Vater von Sharon Osbourne, Manager von Black Sabath) in sein Büro und fragte mich ob ich Lees Drumtracks überspielen würde. Ich sagte dass das in keinem Fall in Frage kommen würde. Als ich dann später bei Ozzy einstieg, haben sie mein und Rudy (Sarzos) Bild auf das Cover gemacht, obwohl Lee und Bob die Scheibe eingespielt haben. Und alles nur um sie nicht bezahlen zu müssen. Ozzy hat keinen einzigen Song in seinem Leben selber geschrieben, keine Zeile, bei Black Sabath waren das Tony und Geezer später dann Rhandy und Bob usw…
Für ihn haben das immer andere gemacht, während dessen ist Ozzy zuhause gesessen und hat sich überlegt ob der rechte Schuh an den rechten oder linken Fuß gehört.
DH: Wie gings dann weiter?
TA: Rudy und ich haben was eigenes machen wollen, irgendwann war auch Tony McAlpine mit involviert aber es ist aus dem Projektstadium nie raus gekommen. Wir trafen dann auf John Sykes und so kam dann mein Kontakt zu David Coverdale der einen Drummer suchte. Zu diesem Zeitpunkt hatten Rudy und ich jedoch leider andere Verpflichtungen, was sehr schade ist, da ich gerne auf dem 1987 Album gespielt hätte, was jedoch nicht heißen soll, dass ich es hatte besser machen können als Ansley Dunbar, der hier einen phantastischen Job gemacht hat.
Später sind Rudy und ich dann bekanntlich doch noch bei Whitesnake gelandet, was eine super Zeit war. Jede Show war ausverkauft, man fühlte sich manchmal wie ein Filmstar.
DH: Für mich war es sehr verwunderlich, dass Coverdale so lange an seinem Durchbruch gearbeitet hat und als er ihn dann endlich geschafft hat sich zurückgezogen hat.
TA: Es ist bei ihm halt so, und ich sage das mit vollem Respekt. David war nie der Fleißigste gewesen und als er dann diesen ganzen Trubel und Stress des Superstars am Hals hatte, hat er sich doch eher für ein ruhigeres Familienleben entschieden. Das muss man erst mal können.
DH: Bereits vor 30 Jahren hattest du einen völlig eigenen Stil, der sehr auf deine Double Bass Technik basiert, wie bist du dazu gekommen.
TA: Ich habe sehr früh an der Bass Drum Technik gearbeitet, nicht wegen eines bestimmten Drummers - In meinem Kopf sind einfach immer wieder Figuren aufgetaucht, die man einfach nicht mit einer Bass Drum spielen kann. Ich möchte nicht John Bonham angreifen, der fantastische Sachen mit einer Bass Drum gemacht hat oder auch jeden anderen Drummer, der eine Bass Drum benutzt. Für mich ist das einfach eine Frage der Physik, wäre es nicht so würden Trommelstöcke einzeln verkauft werden und nicht paarweise.
DH: Benutzt du ein bestimmtes Pedal?
TA: Früher habe ich DW benutzt, aber die neuen Yamaha sind genau so gut, wenn nicht besser. Gott sei Dank!
DH: Wieso?
TA: Na ja, ich war ab und zu in die DW Fabrik und es ging immer so dass John Good mich rumführte und dann sagte: „Schau mal dieser Kessel, wäre das nichts für dich"? usw.. Versteh mich nicht falsch, DW sind O.K. und sie haben mir eine menge Geld geboten, aber ich bleibe halt meinem Equipment treu. Ich denke außerdem man wird unglaubhaft wenn man ständig die
Seiten wechselt.
DH: Du hast aber auch schon gewechselt.
TA: Richtig, das hatte jedoch nichts mit Geld zu tun. Ich war einige Jahre bei Sonor, damals haben die diese sehr dicken Buchenkessel gebaut. Ich mochte aber bereits damals dünne Kessel. Als ich die Fabrik besuchte, erwähnte ich dass ich gerne dünnere Kessel hätte. Die Leute haben sich richtig beleidigt gefühlt, nach dem Motto: „Hey dies sind die besten Kessel der Welt und du bist nicht zufrieden damit…."
Ich lernte Hacki von Yamaha kennen und er hat mich sofort verstanden und hat mir ein Set mit dünnen Carbonkesseln gebaut, ein phantastisches Set was ich niemals verkaufen werde. Genauso spielte ich lange Zildjian, mein Sound und meine Bedürfnisse haben sich jedoch über die Jahre geändert. Paiste hat sehr viele neue Sounds entwickelt, wogegen ich den Eindruck hatte dass Zildjian stehen geblieben ist. Da ist aber kein Pfennig Geld geflossen.
DH: Das Set was du auf der Tour dabei hast, hat kleinere Kessel als dein Set bei Whitesnake…
TA: …es ist auch nicht mein Set, sondern lediglich eines was ich auf dieser Tour benutze.
Bei Whitesnake benutze ich Live größere Trommeln, 2 x 24", 12", 14", 16" und 18" einfach weil es viel besser aussieht. Im Studio jedoch 22", 10", 12", 14"und 16", oft nur eine Bass Drum mit einem Doppelpedal, da man zwei Bass Drums nie wirklich gleich hinkriegt.
Viele Leute haben noch nicht begriffen, dass kleinere Trommeln viel fetter klingen als Große.
Hey man, eine 20" x 18" macht den allerbesten Kick Sound, eine 24" sieht aber doch einfach besser aus.
DH: Was sind deine Pläne für die Zukunft?
TA: Im Herbst kommt eine Whitesnake DVD auf den Markt. Und (zögert) im Januar gehen wir wohl ins Studio für eine neue Studioscheibe….
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Zurück in die Zukunft... (von Fritz Steger)
Durch die Vorstellung der neuen Superstar Serie, wurde einer weiteren Neuvorstellung aus dem Hause Tama wenig Beachtung geschenkt.
Nämlich der „Starclassic Bubinga Omni Tune Drums". Bubinga ist im Trommelbau schon länger beliebt, so waren die Sonor Signature Trommeln der 80er Jahre innen und Außen mit diesem Holz furniert und auch Troyan-Zachow hat eine Bubinga Massivholz Snare im Angebot.
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Tama ist jedoch der erste große Schlagzeughersteller, der ein ganzes Set aus 100% Bubinga Furnierschichten fertigt. Dabei weisen die Kessel, welche aus 9 Lagen kreuzverleimten Bubinga bestehen, bei den Toms 7mm und bei Bass Drum und Snare 8mm auf. Von den Klangeigenschaften geht Bubinga von der Wärme in Richtung Ahorn jedoch mit mehr Durchsetzungskraft und Brillianz. „Bubinga hat soviel Kraft" sagt Drummer John Tempesta. „Wenn du dich so richtig reinlehnst, dann hat es wirklich unglaubliche Tiefen, sehr warm aber mit viel Kraft und großartiger Resonanz."
Interessant sind jedoch auch die „Omni-Tune Three-Way Lugs" auch wenn die Idee nicht neu ist.
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William David Gladstone, Solo Percussionist des New Yorker Radio City Music Hall Orchestra hatte ein Problem. Denn wenn seine Snare aus den Backstagebereich im feuchten Keller in den Orchestergraben gebracht wurde, verstimmten sich seine mit Naturfellen bezogene Trommel von Titel zu Titel. Um sie nicht vor 6000 Zuhörern umdrehen zu müssen, ersann er das „Gladstone 3 Way Tension System" welches er am 23.02.1937 zum Patent anmeldete und dieses am 12.09.1939 zugeteilt bekam (auch zu damaliger Zeit waren Patentämter wohl ziemlich überlastet).
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Das System basierte auf einer hohlen Stimmschraube mit 6-kant Kopf für das Schlagfell und einer dünneren 4-kant Schraube für das Resonanzfell, die in der hohlen Schraube geführt wurde. So ist es mit dem speziellen Stimmschlüssel möglich beide Felle von Oben zu Stimmen. Wohl auch wegen des für damalige Verhältnisse hohen Preises von über 1000,- $ hat sich die Gladstone Snare nie durchgesetzt.
Bereits Ende der 80er Jahre hatte Tama dieses System für einige Custom Snares aufgegriffen, jetzt wird es einem ganzen Set spendiert. Für Drummer, die Trommeln nicht nur hören (denn dazu muss ja die Resonaz-Seite angespielt werden, was ja wiederum von Oben nicht möglich ist), sondern auch fühlen, sicherlich eine wirkliche Erleichterung beim Stimmen.
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Gespräch mit Lee Kerslake
Lee Kerslake gehört sicherlich zu den besten Timekeepern der vergangenen 40 Jahre, Nummern wie Easy Livin werden von zig Bands um den Globus gecovert wobei sich fast alle die Zähne am „Lee Kerslake Shuffle" ausbeißen.
Obwohl Uriah Heep immer noch recht populär in Deutschland sind und nach wie vor Konzerthallen füllen, so ist Lee gerade jungen Drummern unbekannt, wenn doch, dann eher von seiner Arbeit mit Ozzy Osbourne.

Ich treffe einen gut gelaunten Lee in Muscle Shirt und Badeschlappen nach einem Open Air Gig im Herbst 2004.
DH: Lee, das erste was mir an deinem Spiel aufgefallen ist, dass du inzwischen ein Ridebecken benutzt.
LK: In der Tat, in den 70ern hatte ich Hi Hat und 4 Crashes, wobei ich die Rides komplett auf der Hi Hat gespielt habe. Als ich 1980 zu Ozzy ging habe ich meinen Stil geändert und auch ein Ride, wegen der Glocke eingesetzt. Als ich wieder zu Uriah Heep zurück ging habe ich das Ride dann behalten.
DH: Wie hat sich dein Weggang von Uriah Heep überhaupt zugetragen. In Deutschland haben alle vom Rauswurf John Lawton´s berichtet und plötzlich war dein Stuhl von Chris Slade besetzt.
LK: Ich hatte Stress mit unserem Manager (Gerry Bron). Er ist ein verdammtes ......und ein.......... außerdem......usw. Er und Ken (Hensley) unser Keyborder haben den Rest der Band um unsere Kohle beschissen, das hat mir nicht gepasst und ich bin ausgestiegen.
Zwischenzeitlich hat Lee ein ca. 10cm hohes Steak mit Pommes bekommen was es nicht unbedingt leichter macht, ihn zu verstehen.
DH: Wie bist du dann zu Ozzy gekommen?
LK: Ich wollte meine eigene Band zusammen mit Denny Laine gründen, der gerade bei Paul McCartney rausgeflogen war. Ich bekam dann einen Anruf von Ozzy, dass er eine Audition für seine neue Band macht. Ich flog sofort hin und bekam den Job.
DH: Ihr habt dann Blizzard of Ozz eingespielt, warst du auch mit Ozzy auf Tour?
LK: Ja 1980, wir haben danach dann Diary of a Madman eingespielt auf dem ich auch als Co-writer bei fast allen Stücken beteiligt war. Ursprünglich wollte Ozzy Tommy (Aldrige) haben, der war jedoch zu der Zeit mit Pat Travers unterwegs. Sharon (Osbourne, Ozzys Frau) hat zu der Zeit das Management übernommen und mich und Bob (Daisley, am Bass) kurzerhand rausgeworfen, ohne uns die vereinbarte Gage für Blizzard of Ozz und Diary of a Madman zu bezahlen. Auf Diary of a Madman wurde dann das Line Up mit Tommy Aldrige und Rudy Sarzo mit Bild abgedruckt, so wussten die Fans nicht dass ich und Bob das Album in Wirklichkeit eingespielt hatten.
DH: Was geschah dann?
LK: Uriah Heep hatte sich zwischenzeitlich getrennt und Mick (Box, der Gitarrist) war gerade dabei ein neues Line Up zu finden, da kamen Bob und ich gerade im richtigen Augenblick.
DH: Und danach habt ihr dann die Besetzung gefunden, die am Längsten überhaupt gehalten hat.
LK: Ja wir sind in dieser Besetzung jetzt über 15 Jahre zusammen, in den ersten 10 Jahren von Uriah Heep hatten wir an die 15 Wechsel.
Zwischenzeitlich hat Lee seine Mahlzeit beendet, sein Shirt abgelegt und wird von einer wohl gerade volljährigen, sehr gut gebauten (Triple D) Blondine massiert, was es nicht gerade einfacher macht sich auf das Interview zu konzentrieren.
DH: Während deinen ersten 10 Jahren bei Uriah Heep hast du auf Slingerland gespielt...
LK: Ja das waren super Drums, aber Anfang der 80er Jahre hatten viele Drum Companys finanzielle Probleme. Zu dieser Zeit wurdest du als Drummer zwar sowiso nicht bezahlt, wie das heute bei einigen Firmen üblich ist, sondern hast ein Drumset deiner Wahl gratis bekommen. Aber Slingerland ging Pleite. Zu meiner Ozzy Zeit war ich dann bei Premier, die sind dann auch haarscharf an der Pleite vorbei gerutscht, genauso ging es Ludwig wo ich ganz kurz war. Ein Freund brachte mich dann in Kontakt mit Pearl, wo ich nunmehr seit 20 Jahren bin.
DH: Du machst momentan auch mit einem Projekt „Living Loud" von dir Reden, was hat es damit auf sich?
LK: Wie ich schon vorher erwähnt hatte, hat Ozzy und Sharon uns um die vereinbarte Gage für die beiden Alben betrogen. Bob und ich haben dann schließlich Klage eingereicht, was dazu geführt hat dass Ozzy die Spuren von Bob und mir durch Robert Trujillo and Mike Bordin überspielen ließ! Dass heißt, dass die original Musiker, technisch, gegen bequemere ausgetauscht wurden. Angeblich weil der Sound eher ins 21. Jahrhundert passt.
Also haben sich Bob und ich uns überlegt wie man die Songs von damals, die wir ja alle auch mitgeschrieben haben, neu interpretieren und singen kann, dass sie besser ins 21. Jahrhundert passen.
Dass Ergebnis hat jedoch bei weiten unsere Erwartungen übertroffen, auch was die weltweite Beachtung dieses Projektes betrifft.
Mit dabei waren Jimmy Barnes, Steve Morse und Don Airey von Deep Purple und natürlich Bob und ich.
Wir sind zu den Aufnahmen nach Australien geflogen, haben ein paar Mal geprobt, wobei wir auch einige neue Stücke geschrieben haben und sind dann ins Studio. Danach haben wir noch eine kurze Australien Tour gemacht, die es jetzt als DVD gibt. Einfach geil!
DH: Wie sind deine Pläne mit Uriah Heep?.
LK: Momentan arbeiten wir an einer neuen Studio Scheibe, eine Live DVD ist für das Frühjahr 2005 geplant und dann werden wir weiter auf Tour sein, so wie immer.
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Interview mit Chris Slade
Chris Slade gehört sein über 40 Jahren zu den präzisen Timekeepern in der Internationalen Szene. Während seiner Karriere kann er auf eine ganze Reihe berühmter Mitsteiter zurückblicken. Höhepunkt war dabei sicherlich als er sich bei der Audition um den begehrten Trommelstuhl bei AC/DC, gegen eine große Anzahl namhafter Mitbewerber behaupten konnte. Seit nunmehr 5 Jahren trommelt er bei ASIA.

DH: Kannst du dich noch an dein erstes Drumkit erinnern?
CS: Ja ich seh es vor mir, ich habe es von meinem Vater bekommen, es bestand nur aus Bass Drum und Snare.
DH: Was war es für eine Marke?
CS: Das war überhaupt keine Marke, ich hätte es behalten sollen, ich habe es in Zahlung gegeben für ein Premier und das dann für ein „Gray Pearl" Ludwig, ich mochte Premier nicht, die haben einfach damals nicht so gut geklungen wie Ludwig, das war wohl so gegen 1964. Bei der Earth Band spielte ich Fibes. Anfang der 80er war ich dann stark bei Staccato involviert und habe die natürlich auch gespielt. Inzwischen bin ich schon eine lange Zeit bei Pearl.
DH: Wie kam es zu deinem Engagement bei Staccato?
CS: Ich mochte die Idee der Fieberglass Drums, daher habe ich ja auch eine Zeit Fibes gespielt. Pat Townshend ein Londoner Designer hatte die Idee zu dieser außergewöhnlichen Form und ich beteiligte mich an seiner Firma. Leider ging das Konzept nicht auf und wir verkauften nur relativ wenige Drumsets.
DH: Es gibt immer wieder Gerüchte, dass Keith Moon Staccato Endorser werden wollte bzw. sollte, was weißt du davon?
CS: Da ist nichts dran, es wäre möglich, dass er mal einen Prototypen zu Gesicht bekommen hat, aber als die Serieproduktion begann war Keith bereits tot.
DH: Wie lange warst Du bei Tom Jones?
CS: Ich war mit Tom insgesamt 7 Jahre zusammen. Ich kam 1962 von Wales nach London. Er war ja damals noch nicht so wie man ihn heute kennt, er war halt Tommy Woodward (bürgerliche Name) -lacht . Wir waren damals unter anderem Support für die Stones. Ich war damals 17 Jahre und das war eine verdammt harte Zeit.
DH: Danach kam Manfred Mann's Earth Band.
CS: Ja danach war ich 7 Jahre mit Manfred Mann zusammen.
DH: Warum Earth Band?
CS: Manfred Mann (in den 60´s) war eine eine reine Pop-Band. Keiner hätte uns ernst genommen. Deshalb wollten wir was Neues finden - allerdings liessen wir aus Marketinggründen das Manfred Mann im neuen Bandnamen. Wir haben einfach so durchprobiert mit 'Heart Band', 'Head Band', 'Earth Band' das war's, das hat gut geklungen.
DH: Wie kamst Du persönlich mit Manfred Mann zurecht er soll ja recht schwierig sein.
CS: Wir kommen noch gut miteinander aus, Manfred und ich teilten uns sogar das Zimmer auf Tour. Jedoch als er 1979 die Band auflöste, vereinbarten wir dass Colin (Plattenden am Bass) und ich als ‚Earth Band’ weitermachen dürften. Wir steckten da richtig Kohle rein. Pete Cox war unser Frontman und wir gingen auf Tour. Nach einem Gig kam dann eine Mitarbeiterin von Bronze Records zu uns und teilte uns mit, wir dürften nicht mehr als 'Earth Band' spielen. Manfred hielt sich also nicht mehr an die Vereinbarung. Das hat unserer Beziehung enorm geschadet aber die Zeit vergeht und man sieht die Dinge nicht mehr so eng.
DH: Wie kamst Du zu Uriah Heep? War das weil sowohl die Earth Band als auch Heep auf Bronze Records waren?
CS: Es funktioniert doch immer so, man kennt jemanden ... Ihr Drummer (Lee Kerslake) verliess Uriah Heep und man fragte mich, ob ich den Job machen wolle - so einfach war das.
DH: Das war aber nur ein kurzes Zwischenspiel?
CS: Es wurde nur eine LP veröffentlicht. Wir hatten aber eine weitere LP komplett eingespielt außerdem noch ein komplettes Doppel Live Album. Die Sachen liegen abgemischt bei irgend einer Plattenfirma im Keller. Die Sache war die, dass Ken (Hensley, Keyboarder von Uriah Heep) die Band verlassen hat, was ein einschneidendes Ereignis für die Band war. Mick (Box), Trevor (Boulder) und ich wollten dann ohne Ken weiter machen vielleicht sogar unter anderem Namen. Wir sind auf eigene Kosten für Aufnahmen nach Deutschland geflogen aber dann ist alles im Sand verlaufen. Danach spielte ich in der Band von Dave Gilmour und bei The Firm mit Paul Rodgers und Jimmy Page.
DH: Was für Erinnerungen hast du an diese Band?
CS: Gute Erinnerungen in jedem Fall. Das Problem war, dass Jimmy Page und Paul Rodgers absolut nicht wie ihre ehemaligen Bands klingen wollten! The Firm war wirklich eine gute Band - auch auf der Bühne, aber wie gesagt es durfte in keinem Fall so wie Zep oder Free klingen was die Arbeit enorm schwierig werden ließ, und dadurch auch der erhoffte Erfolg ausblieb, die Kids wollen halt auch das alte Zeug hören - lacht.
DH: Was kam dann?
CS: 1989 war ich mit Gary Moore auf Tour. Cozy Powell, verließ die Band plötzlich vier Tage vor Tour-Start. Da bin ich dann kurzfristig eingesprungen. Ich musste in zwei Tagen alles lernen. Aber es waren nicht nur die Songs an sich - nein, alles musste ganz genau stimmen. Ich erinnere mich noch an eine Show, bei der ich irgend ein Geräusch mit den Stick verursachte. Gary drehte sich um und schaute mich vorwurfsvoll an - so, als wollte er sagen „what the fuck are you doin'?!" Gary ist wirklich ein Super-Gitarrist, aber er sucht die Fehler nie bei sich, es ist halt immer der Drummer schuld!
DH: Dein Einstieg bei AC/DC kam für viele überraschend, bemerkenswert vor allem, dass die meisten Drummer mit der Zeit immer softer werden, bei dir ist das gerade anders herum.
CS: Oh ja, das war wirklich eine Überraschung! Einige hundert Drummer haben sich um den Job beworben - das gibt heute aber kaum einer zu - lacht; Vor mir war bei der Audition Simon Phillips dran und ich dachte sofort, den Job kannst du vergessen! Aber sie haben sich dann für mich entschieden. AC/DC war ein super Spaß, wenn es um puren Rock´n´Roll geht, ist es einfach die beste Band der Welt! Viele Leute sind der Meinung, dass die Musik so simpel sei. So ein Quatsch! Sie täuschen sich - so zu spielen ist verdammt schwierig!
DH: Was macht man, wenn man eine solch eine Supergroup verlässt? Fällt man in ein Loch?
CS: Tja, ich bin danach an die Kunst-Akademie gegangen; Zeichnen und Malen war schon immer ein Hobby von mir.

DH: Und wie kam dann der Kontakt zu Asia?
CS: Geoff Downes und John Payne schauten sich das Thunderstruck-Video an und sagten: "Das ist unser Mann"! Wir trafen uns in einem Pub und alles war klar lacht
DH: Bei so vielen super Musikern, was wäre dein Traum Line-up, wenn Du deine eigene Band zusammenstellen würdest?
CS: Auf jeden Fall würde ich nicht Schlagzeug spielen! lacht. Das ist schwierig, da waren so viele Klasse-Leute dabei!
DH: Was für Pläne hast du für die Zukunft?
CS: More Asia! Much more Asia! (seine asiatische Lebensgefährtin hat gerade den Raum betreten).
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AUF DEM HOLZWEG...
Gedanken zur Musikmesse 2005 (von Fritz Steger)
Hersteller von Schlagzeugen haben es nun mal schwer, das akustischem Schlagzeug immer wieder zu „verbessern" und damit ihre Kunden zu überzeugen in ein neues Instrument zu investieren.
Nach Experimenten mit Acryl in den 70er Jahren waren es dann die Tiefen der Trommeln um die es in den 80ern ging, bis heute haben wir nun alle denkbaren Möglichkeiten von X-Tras über Power bis Accel Sizes durchgespielt.
In den 90ern war dann der Durchmesser dran. So sind wir nun beim Standard Set 22"/20", 10", 12", 14" angelangt. Versuche mit dem sogenannten „Brit Pop Kit" 22", 10", 12", 16" werden, jedenfalls in Deutschland, nicht so recht angenommen.
Was also tun? Manche Hersteller wie Ludwig, Gretsch, und Premier sehen den Trend zu großen Toms und 26" Bass Drum. Die meisten setzen jedoch auf ein anderes Pferd, nämlich auf Holz.
Die Trommelkessel der legendären Amerikanischen Trommelhersteller der 50er bis 70er Jahre waren dünne Kessel aus verschiedener Holzarten, vornehmlich Pappel, Ahorn und Afrikanisches Mahagoni (nicht zu verwechseln mit dem recht günstigen Philippinischen Mahagoni, was ein Sammelbegriff für Asiatische Hölzer ist). Auch wurden Hölzer verwendet die in der Region vorkamen, daher weisen fast alle Deutschen Hersteller dieser Zeit Buchenkessel auf, die Japanischen Hersteller setzten auf das dort günstige Birkenholz, lange bevor Birke in den Klangeigenschaften als (fast) gleichwertig mit Ahorn galt.
Auch wurden z.B. bei Gretsch Gum Wood oder bei Sonor das so genannte Fliegerholz (Pappel) für den Kessel verwendet unter Anderen auch um das Gewicht zu reduzieren. Aus Sicht des Marketing waren Hölzer in dieser Zeit kein Thema, da auch während der Produktion die Hölzer geändert wurden, je nachdem was gerade günstig im Einkauf war.
Die Marketingabteilungen entdeckten den Ahornkessel erst ca. 1980 mit XP8 Power Shell der kurz vor dem Ruin stehenden Firma Rogers. Eigentlich wollten die Ingenieure den Kesselaufbau geheim halten, was jedoch nicht bis in die Marketingabteilung vorgedrungen war. So wurden in allen wichtigen Fachzeitschriften ein Diagramm mit dem Kesselaufbau und den Vorteilen des „reinen Ahornkessels" geschaltet.
Mit Einzug der Globalisierung, „Alles, ist Überall, zu jeder Zeit, noch günstiger verfügbar" setzten fast alle renomierten Hersteller auf Ahorn und Birke für ihre High End Kits, wogegen Unter- und Mittelklasse weiterhin mit „ Mixed Shells" ausgestattet wurden.

Mit Verlagerung der Produktion nach China und dem Zugang zu Osteuropäischen Holzmärkten hält nun der Birke bzw. Ahornkessel auch Einzug in die Mittelklasse. Aber Vorsicht! Der geizgeile Kunde sollte sich hier nicht täuschen lassen. Ein Set mit russischem Birkenkessel 3. Wahl klingt noch lange nicht wie ein Recording Custom und oft nicht mal besser als ein „Mixed Shell" 1.Wahl. Hier können also nur die Ohren entscheiden. Zudem kann ein Kunde erkennen was für ein Holz verwendet wird?
Pearl ging mit seinem Masterworks soweit, dass sich der Kunde den Kesselaufbau sowie die Holzarten selber wählen konnte, ein teures Experiment, wenn das Resultat nicht dem entspricht, wie man es sich vorgestellt hat.
Doch hat Pearl mit diesem Projekt einiges über Trommelbau hinzugelernt, nämlich, dass die erwünschte Klangcharakteristik eines 10" komplett verschieden von einer 22" Bass Drum ist. Verwendet man hier die gleichen Hölzer (wie seit über 100 Jahren) würde das einen Kompromiss bedeuten.
So finden bei ihrer neuen Reference Serie Ahorn, Birke und Mahagoni Verwendung. Ahorn wurde aus gutem Grund über viele Jahre als Holz erster Wahl im Trommelbau verwendet, da es einen weichen, ausgewogenen Ton produziert, perfekt für ein 12" Tom, dem einzigen dieser Serie bei dem nur eine Holzart verwendet wird.
Beim 8" und 10" kommt Birke hinzu, und für maximales Resonanzverhalten haben alle Toms kleiner als 13" um 45° abgerundete Auflageflächen..
Ab 14" wird Ahorn in Verbindung mit Mahagoni verwendet und die Auflagen sind komplett abgerundet, für noch mehr Fellkontakt.
In jedem Fall interessant, aber auch hier müssen letztendlich die Ohren entscheiden.
Dass war aber auch schon eine der wenigen Inovationen auf dieser Messe. Auf der einen Seite werben eine große Anzahl kleiner „High End Hersteller" , in dem immer kleiner werdenden Markt (da die Mittelklasse ja inzwischen bereits alle Features der Top Serien bieten), um die Gunst der Kunden. Auf der anderen Seite tobt der Preiskrieg in Mittel und Einsteigerklasse (eine bösartige Spirale, wie einer der großen Hersteller es nannte).

Sicherlich bekommt man oberflächlich betrachtet mehr für sein Geld als noch vor 5 Jahren, doch die Qualität gerade bei der Holzauswahl und der Metallfertigung hat darunter gelitten.
Vor allem aber geht, seitdem auch die letzten Europäischen Hersteller in Fernost produzieren die Eigenständig dieser Traditionsmarken verloren.
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Ein Rundgang durch die Firma SONOR

Im Jahre 1875 gründete der gelernte Drechsler und Weißgerber Johannes Link in Weissenfels an der Saale eine kleine Werkstatt zur Herstellung von Trommelfellen und einfachen Militärtrommeln. Aus bescheidenen Anfängen entstand in kurzer Zeit ein florierender Betrieb, der schon um die Jahrhundertwende ein umfassendes Sortiment verschiedener Schlaginstrumente herstellte.
Im Jahre 1907 wurde das Markenzeichen Sonor beim Kaiserlichen Patentamt eingetragen. Um 1925 beschäftigte Sonor bereits 145 Mitarbeiter und war eines der größten Unternehmen seiner Art.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Sonor durch die DDR verstaatlicht und die Familie Link enteignet. Aber schon 1946 begann der Neuaufbau in Aue/Westfalen durch den Sohn des Gründers, Konsul Otto Link und seinen Sohn Horst. Unter seiner Leitung stieg Sonor in den 80er Jahren zu einem der weltweit angesehensten Schlagzeugherstellern auf. Nach dem Verkauf der Firma an den Hohner-Konzern begann abermals eine schwierige Zeit. Durch die fortschreitende Globalisierung war es schon bald nicht mehr möglich die Einsteiger Serien in Deutschland zu fertigen. Man entschloss sich zu dem damals recht mutigen Schritt, die Produktion in das neu erschlossene China zu verlegen. Sicherlich verlieren die Produkte durch solche Maßnahmen eine gewisse Eigenständigkeit, jedoch bleibt einem Geschäftsführer keine andere Wahl, wenn die Endkunden keine Bereitschaft zeigen für ein Deutsches Produkt etwas mehr auszugeben.
Natürlich bildeten sich bald die wildesten Gerüchte, wie etwa dass sämtliche Serien in China gefertigt würden und nur noch in Bad Berleburg zur Endmontage kämen etc…
Gerne bin ich der Einladung der Geschäftsführer Karl-Heinz Menzel und Stefan Althof gefolgt mir selber ein Bild von der Produktion zu machen.
Zunächst überrascht den Schlagzeuger welch großer Teil der Fertigung für das Orff Instrumentarium verwendet wird. In diesem Bereich ist Sonor Weltmarktführer, auch dürfen die Bereiche Marching und Latin Perkussion nicht vergessen werden. So beginnt der Rundgang in dem riesigen Holzlager wo neben einfachen Kiefernhölzern auch Edelhölzer für Klangstäbe sowie wunderbare Furniere für die in diesen Tagen auf der NAMM-Show vorgestellte SQ2 Serie (Sound und Qualität im Quadrat?) zu finden sind. In der Holzverarbeitung werden sowohl Klangkörper für Orff Instrumente in Handarbeit gefertigt, als auch Klangplatten in Feinarbeit am Oszillograph gestimmt.
Ich als Drummer habe mich natürlich besonders für die Kesselherstellung interessiert und um allen Gerüchten vorzubeugen: Die Trommelkessel werden wirklich in Bad Berleburg hergestellt.
Alle Kessel der S-Class, Delite und SQ2 sowie die der Marschtrommeln kommen hier her.

Das Prinzip ist übrigens anders als bei anderen Herstellern. Wird bei anderen Druck von Innen auf den Kessel gebracht, sei es durch eine Metallpresse (DW, Pearl und Tama) oder durch einen Luftsack (Premier und Yamaha), so wird bei Sonor der Radius der Presse durch einem Exzenter verringert, dadurch üben die exakt zugeschnittenen Furniere quasi Druck auf sich selber aus, ein sehr cleveres Prinzip.
Weiter geht es in der Lackiererei wo in verschieden Arbeitgängen die Trommeln von Hand ihr Gesicht bekommen. Dies kann je nach Finish viele Schleifgänge erfordern bis die Trommel ihren Sonor-typischen tiefen Glanz erhalten hat.

Nach dem Aushärten kann mit der Bearbeitung der Kessel-Gratungen sowie der vollautomatischen Herstellung der Bohrungen begonnen werden.
Der fertige Kessel kann nun in die Endmontage wo er mit Fellen, Böckchen etc… zur Trommel gemacht wird.
Die Metallteile kommen aus verschiedenen Produktionsstätten ins Werk und werden hier endmontiert. Die eigene Metallverarbeitung konnte von Sonor auf Grund der strengen Umweltauflagen in Deutschland nicht mehr gewinnbringend aufrecht erhalten werden.
Der langjährige Verkaufsleiter Uli Fuhrmann, dem ich an dieser Stelle alles Gute für seinen Ruhestand wünschen möchte, erzählt mir, dass Sonor die Produktion ihrer berühmten Ferro-Mangan Snares nicht etwa aus Mangel an Nachfrage eingestellt hätten, sondern weil es einfach keinen Zulieferer mehr gibt, der bereit wäre, diese hochwertigen Stähle in vergleichsweise niedrigen Mengen, wie sie in der Schlagzeug Herstellung vorkommen, zu liefern jedenfalls nicht zu einem Preis den irgend ein Drummer bereit wäre zu zahlen.
Der Rundgang endet im Lager wo alle Serien, auch die aus Fernost, aus ihre Versendung warten.
Eine wirklich eindrucksvolle Vorstellung, vor allem zu sehen wie viel Handarbeit in einem solchen Produkt steckt.
Gespannt kann man sicher auch auf die Vorstellung der SQ2 Serie auf der Frankfurter Musikmesse sein. Bei dieser Serie wird Sonor sicher neue Maßstäbe in Sound Qualität und Auswahlmöglichkeiten setzen.
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"The Staccato Incident" (von Fritz Steger)
Seit Jahren kursieren immer wieder Gerüchte, dass Keith Moon, legendärer Drummer von The Who und langjähriger Premier Endorser im Gespräch für ein Endorsement mit Staccato Drums jener Firma mit hornförmig nach vorne gebogenen Kesseln - gewesen sei.
Ihren Ursprung finden diese Gerüchte in Aussagen des Englischen Journalisten und Drummers (Argent, The Kinks) Robert Henrit. So wird Henrit in dem Buch "Star Sets" von Jon Cohan wie folgt zitiert: „ At the time of his death, Moon was considering an endorsement of the horn shaped drums made by Staccato."
Im Modern Drummer vom September 2003 schreibt Henrit: „Moon was on the verge signing a deal with Staccato."
Doch wie kommt Robert Henrit zu diesem angeblichen Wissen?
Ich frage ihn dazu im April 2004 und er gibt mir die Auskunft er habe die Informationen von einem ehemaligen Security Guard der Kinks namens Terry Draper, der Staccato gekauft habe.
Was hatte Terry Draper mit der Staccato Drum Company zu tun?
Nach längerer Suche finde ich an der Südküste von Spanien den Vater von Staccato Drums, Pat Towneshend. Neben dem Bau von Trommeln ist Pat bekannter Skulpturist, Maler und Bildhauer. Auch baute er Gitarren und Transportkoffer für Kurierdienste. Momentan arbeitet er am Aufbau eines Motorrad Teams, in dem auch sein Sohn fährt und redet auch vom einer Auferstehung seiner Drums.
Pat erzahlt mir: Die Idee entstand aus einem seiner Gemälde in dem unter anderem ein Baumstumpf in der Form der späteren Trommeln dargestellt ist. In einer durchzechten Nacht machte wohl Clive Edwards, der damalige Drummer der Pat Travers Band (später UFO u.a.) Pat den Vorschlag, er solle doch ein Fell auf den Baumstamm machen, das gäbe eine Klasse Trommel.
Pat baute einen Prototypen aus Holz und später mehrere Trommeln aus Fieberglas. Clive benutzte sie mit Pat Travers und als er seinen Stuhl für Nicko McBrain räumte, blieben die Toms im Proberaum. Nicko war begeistert und nahm Kontakt mit Pat Towneshend auf.
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| Seltenes Foto von Trust mit Nicko McBrain (2.v.links) |
Sie entwickelten die Idee die Trommeln in Serie zu fertigen. Es wurde versucht Investoren für das Unternehmen zu finden, dabei wurde auch an The Who Enterprise (die Firma der Who Mitglieder) gedacht.
Nicko erinnert sich in einem Gespräch im November 2004 daran, dass er und Pat im Frühjahr 1978 Keith Moon eine Trommel zeigten und er die Idee gut fand. Keith sagte: „Kommt wieder wenn ihr eine Bass Drum habt".
Dazu kam es allerdings nicht, denn er starb am 7. September 1978.
Nicko erinnert sich nicht mehr bei welchen Gelegenheiten er das Set einsetzte. Ein Kunde erzählte mir jedoch er habe Anfang der 80er Jahre Nicko mit der Französischen Gruppe Trust an einem Staccato Set gesehen.
Ca. 1979 kam Chris Slade (damals Uriah Heep, später AC/DC u.a.) in die Firma, auch er setzte Staccato Drums Live ein (siehe Interview mit Chris). Auch vom Schweizer Drummer Gianco Fucito und Spliffs Herwig Mitteregger wurde Staccato eingesetzt
Unter http://www.led-zeppelin.com/mm.html findet man auch einen seltenen Clip, in dem kein anderer als John Bonham ein Staccato im Studio einsetzt auch er war deswegen nicht gleich Endorser. Nach Aussagen von Chris Slade war dies ein Set, dass sie an verschiedene Drummer zu Testzwecken verliehen haben. Jedoch wurden keine Sets verschenkt.
Terry Draper trat dann ca. 2 Jahre nach Keith Moons Tot in Erscheinung. Pat Towneshend dazu in einem Gespräch im August 2004: „ Terry Draper versuchte die Firma zu übernehmen (doch nicht gekauft?), er hat mich bedroht das war das Ende von Staccato (1981)."
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| Staccato Werbung von 1980 |
Für kurze Zeit wurden Staccato Drumsets von Ray Ayotte mit den typischen Ayotte Böckchen in Lizenz gefertigt. Die Original Staccatos wuden mit Hayman Böckchen bestückt.
Pat Towneshend erinnert sich: „Wir bekamen die Harware der Konkurs gegangenen Hayman Fabrik in Munitionskisten der Britischen Armee. Als uns die Tom Böckchen ausgingen, nahmen wir Snare Böckchen und verschlossen das untere Gewinde, daran kann man die späten Modelle leicht erkennen.John Marshall (nicht der Drummer) war von ca. 1978- Ende 1981 mit einem DAF Transporter als Staccato Außendienst in ganz Europa unterwegs.
Er erinnert sich in einem Gespräch vom April 2004 wie er die Gießformen an den Hafen zur Verschiffung nach Kanada fuhr (John leitet heute zusammen mit seinem Sohn einen Musikvertrieb in Süd-Afrika).
Wohlgemerkt das alles spielte sich lange nach Keith Moon´s Tot ab.
Ganz abgesehen davon wäre eine kleine Firma wie Staccato (die Zahlen schwanken hier zwischen Hundert und einigen Hundert verkauften Drumsets) niemals in der Lage gewesen finanziell wie logistisch einen Superstar wie Keith Moon mit Trommeln auszustatten zumal ja Keith für seine Zerstörungswut bekannt war.
Roger Horrobin, Premiers Artist Relations Manager dieser Zeit berichtete mehrfach über Keith Extravaganzen und welche Kosten damit verbunden waren.
Übrigens kaufte Keith 1969 zwei Zickos Drumkits, schade dass da nicht auch ein Journalist eine Information aus dritter Hand bekommen hat das wäre doch auch eine Story wert gewesen.
"The Staccato Incident" (by Fritz Steger)
For years there has been a rumour been going round that the legendary Keith Moon, Drummer with The Who and Premier endorser, is said to be keen for an Endorsement with Staccato Drums- those horn shaped drums made out of fibreglass.
These rumours have their origin in statements from the British journalist and drummer (Argent, The Kinks) Robert Henrit.
In the book "Star Sets" by Jon Cohan, Henrit is quoted: „ At the time of his death, Moon was considering an endorsement of the horn shaped drums made by Staccato."
Im the magazine Modern Drummer of September 2003 Henrit writes: „Moon was on the verge signing a deal with Staccato."
The question however is: How does Henrit know?
I asked him about that in April 2004 and he told me he had been given the information from a former Security Guard of the Kinks, Terry Draper, who had bought the Staccato Drum Company.
How was Terry Draper involved in Staccato Drum Company ?
After searching for quite a while i found Pat Towneshend, the "father" of Staccato Drums at Spain´s South Coast. Exept from constructing drums, Pat works as a sculptor and painter. He also built guitars and flight cases for parcel services. Right now he is building up a motorcycle team in which his son rides- he is also talking about a "resurrection" of his drums.
Pat told me that the idea of shaping the drums had come from one of his paintings which shows among other objects a tree trunk in the shape of the horn. In a night of drinking Clive Edwards, then drummer with Pat Travers Band (later UFO u.a.) probably suggested to put a drumhead on the trunk that would be quite something.
Pat build a prototype of wood and later some drums of fibreglass. Clive played them with Pat Travers and when he left the band for Nicko McBrain the Toms where in the rehearsal room. Nicko was enthusiasitic about them and contacted Pat Towneshend.
They had the idea of developing the drums industrially. They had to find investors for their company, they also thought about asking The Who Enterprise (the company of The Who members).
In November 2004 Nicko remembers that he and Pat showed, Keith Moon one of the drums early 1978, Keith liked the idea and said:" come back when you have a bass drum ".
This didn´t happen because Keith died in September 7,1978.
Nicko cannot recall when he used the whole set. One of my customers, however, told me he had seen Nicko with the French group Trust playing a Staccato set at the beginning of the 80ies.
About 1979 Chris Slade (then Uriah Heep, later AC/DC among others) joined the company. He too used Staccato drums live (see Interview with Chris). Swiss drummer Gianco Fucito and Spliff´s Herwig Mitteregger also played Staccato.
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| Gianco Fucito |
In http://www.led-zeppelin.com/mm.html you can find a rare video clip, that shows nobody else than John Bonham playing Staccato in the studio playing the set does not automatically mean that he was an endorser.
Following Chris Slade´s statement this was a set that was lent to various drummers for testing reasons. In no case the sets where given away for free.
Terry Draper appeared ca. 2 years after Keith Moon´s death. Pat Towneshend says in August 2004: „ Terry Draper tried to take over the Staccato (so he did not buy it?), - he told me - this was the end of Staccato (1981)."
For a short time the drums where built in licence by Ray Ayotte with the typical Ayotte Lugs. Original Staccato where fitted with round Hayman lugs. Pat Towneshend recalls: "We got the hardware from the defunkt Hayman factory. They came in large amunition boxes of the British army. When we ran out of tom lugs we used snare lugs and pluged the bottom thread". John Marshall (not the drummer) was on the road travelling all over Europe as a sales rep in a DAF truck between 1978 - 1981. In a chat in April 2004 he remembers when he drove the casting moulds to the harbour to be shipped to Canada (today John together with his son, manages a music distribution in South Africa).
Mind you this all took place long after Keith Moon´s death.
Apart from the fact that a rather small company like Staccato (numbers go between a hundred and several hundred sets) had never been able to equip a superstar like Keith Moon with drums particularyly with his destructive frenzy.
Roger Horrobin Premier´s Artist and Relations Manager in these days reported about Keith´s extrovagance and what it cost.
By the way, in 1969 Keith bought two Zickos drumkits , what a pitty that not one journalist got a piece of third hand information this would have been quite a story.
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Wissenswertes über Sabian:
Die heutige Sabian Fabrik in Meductic, New Brunswick, Kanada wurde bereits von der Firma Zildjian 1967 errichtet, da der Export nach Europa über das ans Commonwealth angeschlossene Kanada günstiger war als von den USA aus.
Hier wurden 40% aller Zildjian Becken, alle Crashes, Splashes und Chinese hergestellt. (hat jemand schon mal ein richtig gutes Zildjian Splash nach 1980 gesehen?, Jetzt wisst ihr warum!), außerdem wurden Becken unter den Namen Azco (Avedis Zildjian & Co.) und Zilco (Zildjian & Co.) gefertigt. .
Zildjian hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Fabrik in Istanbul (ehm. Constantinopel) mit allen Namensrechten zurückgekauft, und lies dort die Handgehämmerten K. Zildjian unter Anleitung von Kerope Zildjian (daher das K) herstellen.
Anfang der 70er beschloß Zildjian die Türkische Produktion aufzulösen und Kerope begann in Kanada handgehämmerte Becken herzustellen und die dortigen Beckenschmiede in dieser Kunst zu unterrichten bis er Ende der 90er Jahre im Alter von 92 Jahren verstarb.
Als Avedis Zildjian (der Dritte) verstarb kam es zu einem Streit zwischen seinen beiden Söhnen mit dem Ergebnis, daß Robert Zildjian die Fabrik in Kanada erhielt, mit der Auflage niemals mit dem Namen Zildjian werben zu dürfen (wir dürfen das selbstverständlich).
Seine neue Firma benannte er nach seinen drei Kindern (Sally, Billy und Andy), was weitere gerichtliche Auseinandersetzungen brachte, da man bei der Firma Zildjian der Ansicht war, dass die Endung ian zu nah am Namen Zildjian sei (was glücklicherweise nicht so war, sonst hätten sie sich vielleicht Meinl nennen müssen).
Als unbekannter Name war sein Ziel, qualitativ hochwertige Profibecken herzustellen.
„Wenn der Name schon keine Becken verkauft, müssen halt die Becken den Namen verkaufen.“ und das ist ihnen wohl gelungen.
Wer also ein handgehämmertes Becken sucht, sollte sich unbedingt die „Echten K´s“ anhören, nämlich die von Sabian!
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.. mit Bob und Andy Zildjian
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Die Sabian Crew |
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drumhouse · Fabrikstraße 17-19 · 79183 Waldkirch-Kollnau · Tel. 0 76 81-47 41 11 · Fax 0 76 81-47 41 12
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